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Wenn die Welt still steht 

Weil niemand es alleine schaffen muß

Ein Kind verlieren

Wenn ein Kind schwer erkrankt oder stirbt, gerät das ganze Leben aus der Ordnung.
Was bisher selbstverständlich war, trägt nicht mehr und doch geht der Alltag weiter: Entscheidungen, Gespräche, Organisation und Arbeitsplatz. Gleichzeitig fehlt oft die Kraft für das, was innerlich 

getragen werden muss.

Viele Eltern erleben diese Zeit als dauerhafte Spannung zwischen Hoffnung und Angst, zwischen Funktionieren und Zusammenbrechen.

Wer das nicht selbst erfahren hat, kann schwer 

nachvollziehen, wie schwer es ist, Alltag, Schmerz und Trauer zu bewältigen.

Ich habe es selbst erlebt.

Meine Begleitung entlastet Familien in dieser schweren 

Zeit und hilft, Halt zu finden und Kraft für die nächsten Schritte.

Alle Gedanken dürfen ausgesprochen werden.

Jedes Gefühl hat hier Platz.

Gemeinsam finden wir, was jetzt tragen kann  und die Familie stärkt.

Bag of fabrics

Weil jetzt alles anders ist

Leben mit dem Verlust eines Kindes

Ein Kind zu verlieren – während der Schwangerschaft, rund um die Geburt oder später im Leben – ist eine Erfahrung, die sich nicht vergleichen lässt. Etwas zutiefst Verbundenes bricht weg. Mit ihm Vorstellungen, Hoffnungen und vieles, was selbstverständlich schien. Ich kenne es.

Es ist nicht nur ein Abschied, sondern ein Einschnitt, der bleibt. Hier geht es nicht um Loslassen, sondern darum, die Liebe zu bewahren und neu in das eigene Leben zu integrieren. Der Tod eines Kindes wird Teil der eigenen Geschichte.

Was sich verändern kann, ist der Umgang damit: wie Schmerz da sein darf, wie Verbindung möglich bleibt und wie Leben – in veränderter Form – weitergeht. Was es braucht, ist eine Begleitung, die dieses Erleben ernst nimmt. Ohne Einordnung, ohne Vergleiche und ohne Erwartungen.

Weil die Liebe bleibt
Image by Bernard Hermant
Image by Dean Golan

Verbunden bleiben

So begleite ich Sie auf diesem Weg

Am Anfang steht ein telefonisches kostenloses und unverbindliches  Erstgespräch. Es dient dazu, in Ruhe zu klären, was Sie im Moment brauchen.

Die weitere Begleitung erfolgt in persönlichen Gesprächen in der Regel  in meiner Praxis, in Ausnahmefällen bei Ihnen zu Hause.

Dauer und Abstand der Termine orientieren sich daran, was für Sie stimmig und tragbar ist und an welchem Punkt des Trauerweges Sie gerade stehen. Nicht an einem festen Schema.

Verbunden bleiben heißt auch, nicht allein zu sein, wenn es zwischendurch besonders schwer wird.

Dafür bin ich zwischen den Terminen auch telefonisch erreichbar.

Berichte & Interessantes

Gedanken dazu

Wenn eine neue Schwangerschaft alte Wunden berührt

„Ich bin schwanger – und habe mehr Angst als Freude.“ Nach dem Verlust eines Kindes kann eine erneute Schwangerschaft vieles auslösen. Freude mischt sich mit Angst. Hoffnung steht neben Schuldgefühlen. Manche Eltern spüren kaum positive Gefühle, andere wechseln täglich zwischen Zuversicht und Panik. Diese Ambivalenz ist kein Zeichen von Undankbarkeit oder fehlender Bindung. Sie ist eine verständliche Reaktion auf das, was war. Wer ein Kind verloren hat, weiß, dass Sicherheit brüchig sein kann. Dieses Wissen verschwindet nicht mit einem positiven Test. Wieder schwanger – und nichts fühlt sich leicht an Viele Eltern berichten, dass sich diese Schwangerschaft grundlegend anders anfühlt als frühere.Unbeschwertheit fehlt. Der Körper wird aufmerksam beobachtet, jedes Symptom hinterfragt. Termine werden nicht als Meilensteine erlebt, sondern als Hürden. Gedanken wie: Darf ich mich freuen? Was, wenn es wieder passiert? Verrate ich mein verstorbenes Kind, wenn ich glücklich bin? tauchen häufig auf – auch dann, wenn alles medizinisch unauffällig verläuft. Angst schützt – und erschöpft Angst hat in dieser Phase oft eine schützende Funktion. Sie versucht, auf etwas vorbereitet zu sein, das einmal unvorstellbar wehgetan hat. Gleichzeitig kostet diese ständige innere Wachsamkeit Kraft. Viele Eltern fühlen sich missverstanden, wenn ihr Umfeld Sätze sagt wie:„Jetzt wird doch alles gut.“ Denn diese Schwangerschaft steht nicht für einen Neuanfang ohne Geschichte. Sie steht für ein Weitergehen mit Erinnerung. Schuldgefühle und Loyalitätskonflikte Ein häufiges, kaum ausgesprochenes Thema sind Schuldgefühle. Freude kann sich falsch anfühlen. Hoffnung kann Angst machen. Manche Eltern haben das Gefühl, sich zwischen dem verstorbenen Kind und dem ungeborenen entscheiden zu müssen, innerlich, emotional. Doch Bindung ist kein begrenztes Gut. Liebe für ein neues Kind nimmt der Liebe zum verlorenen nichts weg. Beide dürfen gleichzeitig existieren – auch wenn sich das zunächst nicht so anfühlt. Unterschiedlich schwanger, unterschiedlich trauernd In Partnerschaften zeigen sich oft unterschiedliche Wege, mit dieser Schwangerschaft umzugehen. Eine Person sucht Nähe und Austausch, die andere Rückzug oder Ablenkung. Das kann verunsichern und belasten. Nicht alle Gefühle entwickeln sich synchron. Nicht alle Hoffnungen wachsen im gleichen Tempo. Ein ruhiger, wertfreier Blick auf diese Unterschiede kann helfen, Missverständnisse zu entschärfen. Raum für alles, was da ist In der Begleitung geht es in dieser Zeit selten darum, Ängste „loszuwerden“. Vielmehr darum, ihnen einen Platz zu geben, ohne dass sie alles bestimmen. Manchmal entlastet es, nicht erklären zu müssen, warum Freude schwerfällt. Oder warum Trauer plötzlich wieder näher ist. Eine neue Schwangerschaft löscht den Verlust nicht aus – sie verändert nur den inneren Raum. Weitergehen heißt nicht vergessen Wieder schwanger zu sein bedeutet nicht, dass die Trauer abgeschlossen ist.Es bedeutet, dass Leben und Verlust nebeneinander stehen dürfen. Manche Schritte fühlen sich vorsichtig an. Andere unsicher.Und doch gehen viele Eltern diesen Weg – nicht, weil sie mutig sind, sondern weil sie ihn gehen müssen, so gut sie können.

Väter trauern anders

„Ich muss stark sein. Für meine Familie.“ (Aussage eines Vaters nach dem Verlust seines Kindes) Viele Väter trauern leise.Nicht, weil der Verlust sie weniger trifft, sondern weil sie gelernt haben, Gefühle zurückzuhalten. Nach außen zu funktionieren. Verantwortung zu tragen, während innerlich etwas zerbricht. In der Öffentlichkeit wird Trauer oft mit Weinen, Rückzug oder dem Bedürfnis nach Gesprächen verbunden. Väter passen in dieses Bild häufig nicht hinein. Ihre Trauer bleibt dadurch leicht unbemerkt, auch im engsten Umfeld. Väter und Männer trauern oft nach innen Männer erleben Trauer häufig körperlich oder in Handlung. Sie ziehen sich zurück, werden stiller oder konzentrieren sich stark auf Alltag und Arbeit. Nicht selten berichten sie von innerer Leere, Anspannung oder Rastlosigkeit, ohne diese Gefühle als Trauer zu benennen. Diese Form des Trauerns ist nicht falsch oder unvollständig. Sie ist eine andere Ausdrucksweise, geprägt von Rollenbildern, Erwartungen und oft auch von dem Wunsch, die Familie zu schützen. Stark sein wollen – und sich selbst verlieren Viele Väter sehen ihre Aufgabe darin, Halt zu geben. Sie stellen die eigenen Gefühle zurück, um für Partnerin, Kinder oder Angehörige da zu sein. Kurzfristig kann das stabilisieren. Langfristig besteht die Gefahr, dass die eigene Trauer keinen Raum bekommt. Nicht gelebte Trauer verschwindet nicht. Sie zeigt sich später, manchmal als Erschöpfung, Gereiztheit, Schlafprobleme oder Rückzug. Oft erst dann, wenn der Alltag wieder „funktionieren“ soll. Wenn Worte fehlen Männer beschreiben häufig, dass sie keine passenden Worte für ihre Trauer finden. Gespräche fühlen sich anstrengend oder sinnlos an. Gleichzeitig entsteht Druck von außen: „Du musst doch auch trauern.“ Trauer braucht keine bestimmte Form. Sie braucht Anerkennung. Auch dann, wenn sie still bleibt. In der Einzelberatung geht es bei Vätern oft zunächst nicht um das Sprechen über Gefühle, sondern um das Verstehen des eigenen inneren Zustands. Um die Erlaubnis, Trauer so zu erleben, wie sie sich zeigt, ohne Vergleich, ohne Bewertung. Allein trauern in Beziehung In Partnerschaften kann die unterschiedliche Art zu trauern zu Missverständnissen führen. Während eine Person Nähe und Austausch sucht, zieht sich die andere zurück. Das wird schnell als Distanz oder Gefühllosigkeit missverstanden. Dabei trauern beide – nur auf unterschiedlichen Wegen. Trauernde Väter brauchen nicht unbedingt mehr Worte, sondern oft Respekt für ihren Rhythmus. Und einen Raum, in dem sie nicht stark sein müssen. Wenn Unterstützung leise beginnt Viele Männer nehmen Hilfe erst an, wenn sie nicht als „Hilfe“ benannt wird. Ein ruhiger Gesprächsraum, klare Fragen, Struktur statt Analyse. Das kann entlastend sein. Einzelberatung bietet hier einen geschützten Rahmen, in dem Trauer nicht erklärt werden muss. In dem nichts „aufgearbeitet“ werden muss, sondern sein darf. Trauer verändert Menschen. Auch Väter. Auch Männer.Und sie verdient Aufmerksamkeit, selbst dann, wenn sie kaum sichtbar ist.

Wenn eine Diagnose den Boden unter den Füßen wegzieht

„Wir haben die Worte gehört – aber verstanden haben wir sie nicht.“ Eine schwere Diagnose beim eigenen Kind trifft Eltern oft unvermittelt.Ein Satz. Ein Befund. Ein Moment und plötzlich ist nichts mehr wie zuvor. Viele beschreiben diesen Augenblick als inneres Stillstehen. Gedanken setzen aus, Zeit verliert ihre Ordnung. Das, was eben noch Alltag war, wirkt auf einmal fern. In dieser Phase geht es nicht um Entscheidungen im klassischen Sinn. Es geht um Orientierung. Darum, überhaupt wieder Halt zu finden in einer Situation, die sich unwirklich anfühlt. Was tun bei einer Diagnose? Die Frage „Was tun?“ taucht häufig sofort auf. Sie ist verständlich und gleichzeitig oft zu groß für den Moment. Nach einer Diagnose ist es hilfreich, den Blick zu verengen: Nicht auf das, was alles kommen könnte.Sondern auf das, was jetzt gerade notwendig ist. Das kann bedeuten: Informationen zunächst zu begrenzen, statt alles auf einmal zu verstehen Gespräche zu verschieben, wenn Worte fehlen Entscheidungen nicht sofort treffen zu müssen Viele Eltern erleben einen starken inneren Druck, „funktionieren“ zu müssen, für das Kind, für Geschwister, für das Umfeld. Dabei ist diese erste Phase vor allem eines: ein Schockzustand. Und der braucht Schutz, nicht Leistung. Zwischen Hoffnung, Angst und innerer Leere Diagnosen bringen widersprüchliche Gefühle mit sich. Hoffnung und Angst stehen oft nebeneinander. Manche spüren zunächst gar nichts. Das ist eine innere Leere, die irritierend sein kann. All diese Reaktionen sind normale Antworten auf eine Ausnahmesituation. Sie sagen nichts darüber aus, wie stark oder liebevoll Eltern sind. Sie zeigen nur, wie überwältigend der Moment ist. Wenn Worte fehlen Viele Eltern berichten, dass sie in den Tagen nach einer Diagnose kaum sprechen können. Gespräche fühlen sich anstrengend an, gut gemeinte Fragen von außen überfordern. Es ist erlaubt, sich abzugrenzen.Es ist erlaubt, nicht zu erklären.Und es ist erlaubt, Unterstützung erst später anzunehmen. Manchmal hilft ein einziger Mensch, der einfach da ist, ohne Antworten, ohne Erwartungen. Halt finden, ohne alles zu begreifen Niemand muss eine Diagnose sofort verstehen oder annehmen.Halt entsteht oft nicht durch Klarheit, sondern durch kleine Fixpunkte: eine vertraute Person ein ruhiger Ort ein kurzer Moment ohne Gespräche In der Begleitung geht es in dieser Phase häufig nicht um Lösungen, sondern um Sortieren. Um einen Raum, in dem Gedanken und Gefühle da sein dürfen, ohne bewertet oder eingeordnet zu werden. Wenn der Gedanke an Verlust auftaucht Manche Diagnosen bringen früh die Angst vor dem Verlust des eigenen Kindes mit sich. Dieser Gedanke ist kaum auszuhalten und wird doch von vielen Eltern beschrieben. Darüber zu sprechen heißt nicht, etwas herbeizurufen.Es heißt, dem Unsagbaren einen Platz zu geben, damit es nicht allein getragen werden muss.
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